Am 18. April ging es von Saugues nach St. Alban sur Limagnole.
Es war wieder einmal bewölktes leicht regnerisches Wetter. Nach 35 Leistungskilometer habe ich das Ziel angenehm erreicht.
Ich lies es mir gut gehen im Hotel-Restaurant Le Breuil. Das Essen war einfach und nichts spezielles, umso besser war der Wein.
Am 19. April lief ich von St. Alban sur Limagnole nach Finieyrols.
Die Strecke war angenehm zu laufen. Das Wetter war weiterhin bewölkt und nass. In der Unterkunft Auberge Les Gentianes waren über 20 Pilger einquartiert. Es war mir fast etwas zulaut beim Abendessen, aber umso besser schlief ich danach mit dem Rotwein ein.
Am 20. April lief ich von Finieyrols nach St Chely d'Aubrac. Es war eine sehr anspruchsvolle, jedoch sehr spannende Tour. Bei über 35 cm Schnee und Schneefall ging es über den Hügel auf 1340 Meter nach Aubrac. Die GR 65 Route war fast nichtmehr auszumachen, blind lief ich den Spuren im Schnee nach. Ich lernte unterwegs Hans kennen. Ein Hotel Direktor aus Davos, mit dem ich anschliessend im Restaurant Aubrac genüsslich ein frisches Bier trank. Wir übernachteten in der selben Unterkunft. Ein sehr sympathischer Herr mit dem ich mich gerne noch etwas länger unterhalten hätte. Er lief am nächsten morgen jedoch bereits früher als ich ab. Ich erhielt jedoch seine Geschäftskarte und er bot mir an, mich doch zu melden bezüglich Arbeitsstellen. Ich könnte mir gut vorstellen im Hotelgewerbe zu arbeiten als Food & Beverage Manager. Mal sehen ob ich ihn nochmals sehe.
Am 21. April ging es von St Chely d'Aubrac nach Espalion. Es war wieder wie mittlerweile gewõhnlich feucht und schmutzig. Ich kann mich das letzte Mal erinnern als ich im Militär war, dass ich so schmutzig angekommen bin. Man konnte nichtmehr sagen wo die Hose aufhört und wo die Schuhe beginnen.
In der Unterkunft Hotel Moderne angekommen, wurde mir umgehend mein Zimmer gezeigt. Erstaunt war ich als es ein Lift hatte. Ich war mir ja bereits gewohnt eine Treppe zu nehmen. Nachdem ich geduscht und meine Wäsche gewaschen hatte. (Anmerkung: Die Wäsche wird mittlerweile des öfteren von Hand gewaschen.) Stellte ich fest das irgendwo eine Durchzug stattfindet. (Also ich meine es zieht irgendwo Luft rein und raus.) Dies machte einen solchen Lärm, das ich die hübsche Dame an der Reception bat einmal sich das ganze anzuhören.
Als wir im Zimmer waren, hörte Sie das auch, konnte mir jedoch kein anderes Zimmer anbieten. Sie empfahl mir die Zimmertüre einfach etwas geöffnet zulassen und evtl. Ein Stuhl davor zu stelle. Sie sagte es würde niemand reinkommen ausser vielleicht Sie. Ganz baff antwortete ich: C'est bien. Leider blieb die hübsche Besucherin aus;-).
Am 22. April hatte ich geplant bis nach Golinhac zu laufen, leider war keine Vorreservation mehr möglich und ich entschied mich in Estaing zu bleiben. Dies ist war ein Ruhetag nach nur 11 Kilometer.
Am 23. April suchte ich morgens meinen schönen Stock. Er war nicht im Hotel und auch nichtmehr im Restaurant, indem ich mein Bier trank. Ich lief bereits frustriert und entäuscht langsam aus dem Dorf.Kurz nachdem ich die Brücke mit dem goldenen Christuskreuz überquert hatte, kam der Kellner in windeseile hergerannt und meinte sein Arbeitskollege habe den Stock verräumt.
Erleichtert und überglücklich lief ich wieder mit meinem Stock weiter Richtung Sénergues. Ich war der einzige Pilger in der Herberge, was mich aber nicht weiter störte.
Am 24. April plante ich in Decazeville einzumarschieren. Ich blib dann jedoch aufgrund von Motivationsmangel in Clonques stecken. Es ist frustrierend immer dieser Regen. Die Kleider sind bis auf die Unterwäsche durchnässt.
Ich lernte Dirk aus Belgien in Conques kennen, ein sympathischer aber spezieller Kerl. Er läuft nach Santiago mit einem Rolli der 35 Kg wiegt. Ich sagte ihm er werde mit dieser Karre bei soviel Gewicht nie ankommen. Mal sehen wie weit er damit kommt, ich wünsche ihm alle Kraft der Welt um es zu erreichen.
Heute bin ich von Conques nach Decazeville gepilgert. Das Wetter war einiges besser, das ich sogar meine Bralla brauchen konnte.
wehe du verliersch dä stock da steckt ä hufe arbeit u härzbluet drin mal luege vlicht chumdi nägschtens mal cho bsueche lg m@el
AntwortenLöschenJa luege zuenem comme mon ami ;-).
AntwortenLöschenBsuech zum Geburtstag in Aire-sur-l'adour wär was!
Gruess
Dave