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Donnerstag, 14. Juni 2012

Das Ziel vor Augen

Am 8. Juni ging es nach einem Ruhetag und einer kurzen Nacht
weiter Richtung Villar de Mazarife. Ich musste jedoch nach 10 Kilometer bereits einen Platz zum schlafen finden, weil ich sowas von müde war. Ich hatte die letzte Nacht mit zwei Studentinnen aus León bis spät morgens durchgefeiert.

Am 9. Juni lief ich gut ausgeschlafen nach Hospital de Órbigo. Das Wetter war in Ordnung und ich ging auch wieder früh schlafen.

Am 10. Juni  lief ich früh Richtung Astorga und konnte ein gutes Zimmer in einem Hostal finden. Die Kathedrale und der Palast machten bereits am Sonntag um 14:00 Uhr zu.

Am 11. Juni  bin ich nach Rabanal del Camino gelaufen. Ich habe den Abend mit einem freundlichen Holländer verbracht. Enno ist ein super Kerl mit dem man über alles sprechen kann.

Am 12. Juni war der grosse Tag meiner Entlastung. Bei starkem Wind und leichtem Regen ging es hoch zum Cruz de Ferro. Wo man einen Stein den man von zuhause mitgenommen hat ablegen kann. Als ich meine mitgebrachten Steine, von wichtigen Menschen niederlegte wünschte ich jedem nur das Beste. Bei meinem persönlichem Stein, wusste ich nach solanger Zeit nicht einmal mehr was ich genau für Lasten hier lassen möchte.

Am 13. Juni ging es nach dem gestrigen schlechtem Tag,  bei blauem Himmel Richtung Talwärts bis Ponferrada. Meine Brille Bralla war auch froh wieder die Sonne zusehen. In Ponferrada gab es ein schönes Schloss zu besichtigen und diverese Museen. Die alle jeden Mittwoch kostenlos zu besichtigen sind. Das liessen Enno und ich mir nicht nehmen und besichtigten das Radio Museum und das Schloss.

Am 14. Juni lief ich bei angenehmem Wetter nach Villafranca del Bierzo. Eine kleine aber sehr angenehme Stadt. Es war sehr gut zu spühren das Spanien gegen Holland gewann.

Am 15. Juni ging es bei bewölktem Wetter nach O Cebreiro. Der letzte Hügel ist geschafft. Ich bin jetzt in der Galicischen Provinz. Das Wetter hier soll ja unberechenbar sein.

Am 16. Juni lief ich den Hügel hinunter bis nach Triacastela. Das Wetter war regnerisch und nicht sehr angenehm zum laufen.
Es sind nur noch 142 Kilometer bis Santiago de Compostela.

Vermutlich werde ich am 21. Juni in Santiago ankommen.
Die Rückreise in die Schweiz wird am 30 Juni sein.



Dienstag, 5. Juni 2012

Schöne Schöpfung

Am 31. Mai lief ich etwa um 9 Uhr aus Burgos raus, das Wetter war so erdrückend heiss das ich nur bis Rabé de las Calzades lief.

Am 1. Juni lief ich bereits um 6 Uhr los. Ich kam dann auch frühzeitig in Castrojeriz an. Da sah ich dann meine bekannten und lieben Freunde Regina und Michael.

Am 2. Juni ging es um 5 Uhr los über den Alto de Mostelares, ein kleiner Hügel auf dem man sehr weit in die Ferne sieht. Die Sonnenaufgänge in der ausgedehnten Landschaft sind sehr angenehm. Ich kam wie geplant vor der Mittagszeit in Frómista an.

Am 3. Juni verabschiedete ich mich von Regina und Michael, sie nahmen am folge Tag den Bus nach León. Ich versprach jedoch, dass man sich spätestens in Santiago wieder sieht. Ich hatte vorgängig Michael erzählt das ich mir so einen Seidenschlafsack kaufen möchte, sobald ich einen im Sportgeschäft finde. Da bot mir Michael seinen an, denn ich zögerlich annahm. Besten Dank nochmals Michael, du bist ein toller Kerl. Ich wünsche dir für deine Zukunft, den gewünschten Erfolg,  viel Glück und Gesundheit. Der Regina gilt auch ein besonderer Dank hat sie mich doch gepflegt wie eine Mutti. Meine 2 Bettwanzen bisse sind noch zu sehen aber deine Creme half schon sehr zur Heilung bei. Liebe Regina dir wünsche ich auch alles gute, viel Glück und Gesundheit. Die Etappe war bis nach Carrión de los Condes geplant. Bei einer guten Flasche Rioja Reserva feierten wir den Abschied. Das Abendessen war dagegen leider nicht sehr toll. Ich weiss ja nicht ob das normal ist aber seit wann ist man in Spanien Krevetten mit dem Darm? Ich habe mal beim Cousin von meinem Spanischem Kollege gelernt wie man den Darm entfernt.

Am 4. Juni lief ich um 5 Uhr Richtung Sahagún.
Nach 40 Kilometer war ich dann auch froh ein gutes Zimmer zu erhalten. Für 25 Euro übernachtete ich als Pilger in einem 4 Sterne Hotel. Meine Brille Bralla war auch begeistert vom Zimmer.

Am 5. Juni lief ich gemütlich nach El Burgo Ranero.
Ein kleines und unbedeutendes Dorf, das leider keine Feinkost anbot. Der Service lässt auch zu wünschen übrig, langsam habe ich das Gefühl die Spanier Essen nur zu Hause richtig gut. Eventuell sind die ganzen Restaurant auf den Pilgerdurchlauf getrimmt das sie Kosten beim Koch einsparen. Manchmal würde ich gerne mit dem Teller in die Küche rennen und dem Koch das unter die Nase halten, um es dann selber besser zu machen.

Zum guten Glück war der Wein bis jetzt umso besser.

Wo bleibt die Liebe zum Kochen? Ich mag keine Schuhsohlen essen.
Ich freue mich bereits wieder auf die gewohnte Kochkunst meiner Mutter.

Am 6. Juni ging es nach León eine riesen Stadt.
Hier werde ich einen ganzen Tag ruhen und meinen Füssen etwas Luft geben. Ich mache mir seit längerem Gedanken was ich nach meiner Rückkehr arbeiten möchte.

Es hat sich ein Gedanke im Kopf festgesetzt, eine Zeit lang bei einem Winzer im französsischen Teil der Schweiz zu arbeiten. Die Kunst der Winzerei kennen lernen. Ein weiterer Gedanke ist seit längerer Zeit im Kopf und den werd ich auch umsetzen, die Kunst der Imkerei erlernen.
Die Natur hat mir auf diesem Weg so viele schöne Eindrücke hinterlassen. Das ich etwas zurück geben möchte.

Wer das geistige Auge weit geöffnet hat, sieht in jedem Menschen, jeder Pflanze, jedem Tier und Insekt die schöne Schöpfung.