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Sonntag, 29. April 2012

Motorsäge

Am 26. April bin ich von Decazeville nach Figeac gewandert.(28.5 Km)
Ich traf unterwegs altbekannte Gesichter aus den ersten Tagen nach Genf. Ich schloss mich den bekannten Gesichtern an und nahm ein Zimmer mit Hank, einem Holländer, der aber in Belgien lebt. Ich schlief absolut schlecht mit dem grauenvoll und lautem geschnarche des Holländers.

Am 27. April lief ich nach Cajarc (30.5 Km).
Ich hatte wie des öfteren mit dem Wetter ein riesen Glück.
Die Prognosen aus dem französsischen TV treffen zu 70% nicht zu.
In Cajarc angekommen durfte ich mir ein grosses Bier gönnen.
Ich gönnte mir auch ein Zimmer für mich alleine, nach so einer schlaflosen Nacht. Nachdem ich geduscht und die Kleider gewaschen hatte, verweilte ich noch in der Bar bis das Abendessen eröffnet wurde in den Restaurants. Das ist meistens erst ab 19:30 Uhr möglich.

Am 28. April von Cajarc nach Varaire (25 Km)
Ich konnte dem Regen geschickt aus dem Weg gehen. Das Glück ist meistens auf meiner Seite. Immer wenn ich nach einigen Stunden marschieren, meine Pause in einem Restaurant verbringe, beginnt es zu regnen. Bevor ich das Restaurant verlassen habe, hörte es immer auf zu regnen.

Es gibt unterwegs sehr viele Hunde, die von zu Hause mit Pilgern weglaufen. In Varaire erlebte ich das ein zweites Mal mit einem Hund. Ein Einwohner von Varaire sagte mir das der eine Hund des öfteren mit Pilgern mitläuft.  Leider gibt es des oft auch sehr bösartige Hunde, zum Glück gibt es einen Zaun dazwischen. Aus manch einem Hund hät ich am liebsten Saucisson gemacht.

Die Nacht in Varaire war wieder einmal Horror.
Mittlerweile kenne ich zwei Personen mit dennen ich das Zimmer auf keinen Fall teile. Ich hab das ganze Geschnarche nach Mitternacht aufgenommen. Es klingt als ob eine Kompanie von Holzfällern am arbeiten ist. Als erstes versuchte ich es mit Ohrenpfropfen aber diese haben leider zuwenig gedämpft. Meine Bralla konnte mir dabei auch nicht weiterhelfen. Ich bin dann am frühen Morgen mit meiner Matte und Schlafsack in den Gang gegangen. Noch dort war der Lärm zu vernehmen.

Am Ende waren von 4 Personnen nur noch zwei im Zimmer.
Bezahlt habe ich jedoch den gleichen Preis, wie mit einem Bett. (30 Euro).

Am 29. April ging es schlaflos Richtung Cahors. Am Abend davor reservierte ich einen Platz in einer Gîte in Flaujac-Poujols. Dies wären nur 25 Km zum marschieren. Ich spielt jedoch bereits am Anfang mit dem Gedanken direkt nach Cahors zu laufen. (32 Km)
Mit gutem Gefühl kam ich nach 6 Stunden und 30 Minuten in Cahors an. Der angenehmere Teil kam umgehend beim Eingang der Stadt. Ich wurde von einer Pilger Organisation begrüsst und mir wurde etwas zu trinken angeboten. Meine Reservationen für die Übernachtung wurde gemacht, einfach super. Heute habe ich wieder ein super Einzelzimmer bei einem älteren Ehepaar.





Sonntag, 22. April 2012

Mein lieber Stock

Am 18. April ging es von Saugues nach St. Alban sur Limagnole.
Es war wieder einmal bewölktes leicht regnerisches Wetter. Nach 35 Leistungskilometer habe ich das Ziel angenehm erreicht.
Ich lies es mir gut gehen im Hotel-Restaurant Le Breuil. Das Essen war einfach und nichts spezielles, umso besser war der Wein.

Am 19. April lief ich von St. Alban sur Limagnole nach Finieyrols.
Die Strecke war angenehm zu laufen. Das Wetter war weiterhin bewölkt und nass. In der Unterkunft Auberge Les Gentianes waren über 20 Pilger einquartiert. Es war mir fast etwas zulaut beim Abendessen, aber umso besser schlief ich danach mit dem Rotwein ein.

Am 20. April lief ich von Finieyrols nach St Chely d'Aubrac. Es war eine sehr anspruchsvolle, jedoch sehr spannende Tour. Bei über 35 cm Schnee und Schneefall ging es über den Hügel auf 1340 Meter nach Aubrac. Die GR 65 Route war fast nichtmehr auszumachen, blind lief ich den Spuren im Schnee nach. Ich lernte unterwegs Hans kennen. Ein Hotel Direktor aus Davos, mit dem ich anschliessend im Restaurant Aubrac genüsslich ein frisches Bier trank. Wir übernachteten in der selben Unterkunft. Ein sehr sympathischer Herr mit dem ich mich gerne noch etwas länger unterhalten hätte. Er lief am nächsten morgen jedoch bereits früher als ich ab. Ich erhielt jedoch seine Geschäftskarte und er bot mir an, mich doch zu melden bezüglich Arbeitsstellen. Ich könnte mir gut vorstellen im Hotelgewerbe zu arbeiten als Food & Beverage Manager. Mal sehen ob ich ihn nochmals sehe.

Am 21. April ging es von St Chely d'Aubrac nach Espalion. Es war wieder wie mittlerweile gewõhnlich feucht und schmutzig. Ich kann mich das letzte Mal erinnern als ich im Militär war, dass ich so schmutzig angekommen bin. Man konnte nichtmehr sagen wo die Hose aufhört und wo die Schuhe beginnen.

In der Unterkunft Hotel Moderne angekommen, wurde mir umgehend mein Zimmer gezeigt. Erstaunt war ich als es ein Lift hatte. Ich war mir ja bereits gewohnt eine Treppe zu nehmen. Nachdem ich geduscht und meine Wäsche gewaschen hatte. (Anmerkung: Die Wäsche wird mittlerweile des öfteren von Hand gewaschen.) Stellte ich fest das irgendwo eine Durchzug stattfindet. (Also ich meine es zieht irgendwo Luft rein und raus.) Dies machte einen solchen Lärm, das ich die hübsche Dame an der Reception bat einmal sich das ganze anzuhören.
Als wir im Zimmer waren, hörte Sie das auch, konnte mir jedoch kein anderes Zimmer anbieten. Sie empfahl mir die Zimmertüre einfach etwas geöffnet zulassen und evtl. Ein Stuhl davor zu stelle. Sie sagte es würde niemand reinkommen ausser vielleicht Sie. Ganz baff antwortete ich: C'est bien. Leider blieb die hübsche Besucherin aus;-).

Am 22. April hatte ich geplant bis nach Golinhac zu laufen, leider war keine Vorreservation mehr möglich und ich entschied mich in Estaing zu bleiben. Dies ist war ein Ruhetag nach nur 11 Kilometer.

Am 23. April suchte ich morgens meinen schönen Stock. Er war nicht im Hotel und auch nichtmehr im Restaurant, indem ich mein Bier trank. Ich lief bereits frustriert und entäuscht langsam aus dem Dorf.Kurz nachdem ich die Brücke mit dem goldenen Christuskreuz überquert hatte, kam der Kellner in windeseile hergerannt und meinte sein Arbeitskollege habe den Stock verräumt.

Erleichtert und überglücklich lief ich wieder mit meinem Stock weiter Richtung Sénergues. Ich war der einzige Pilger in der Herberge, was mich aber nicht weiter störte. 

Am 24. April plante ich in Decazeville einzumarschieren. Ich blib dann jedoch aufgrund von Motivationsmangel in Clonques stecken. Es ist frustrierend immer dieser Regen. Die Kleider sind bis auf die Unterwäsche durchnässt.

Ich lernte Dirk aus Belgien in Conques kennen, ein sympathischer aber spezieller Kerl. Er läuft nach Santiago mit einem Rolli der 35 Kg wiegt.  Ich sagte ihm er werde mit dieser Karre bei soviel Gewicht nie ankommen. Mal sehen wie weit er damit kommt, ich wünsche ihm alle Kraft der Welt um es zu erreichen.

Heute bin ich von Conques nach Decazeville gepilgert. Das Wetter war einiges besser, das ich sogar meine Bralla brauchen konnte.







Dienstag, 17. April 2012

April, April....

Am Samstag 14. April kamen wir in Le Puy-en-Velay an. Das Wochenende genoss ich in dieser grossen und interessanten Stadt.
Das Wetter war leider etwas trübe und feucht. Ich liess es mir trotzdem nicht nehmen die gross Kathedrale zu besichtigen und die schöne Altstadt.

Gürry ging seinen Weg gleich am Sonntag weiter, es war eine herzliche Trennung. Es gab zum Abschied eine grossväterliche Umarmung.
Wir sehen uns wieder Gürry!

Am Montag 16. April lief ich weiter Richtung Saint-Privat-d'Allier.
Es wurde Schneefall vorher gesagt, es schneeite mit einer kalten Bise. Das erstaunliche daran war, das ich über 25 Pilger unterwegs überholt habe. So viele Pilger sah ich noch nie an einem Tag. Ich laufe mittlerweile sehr gut und bin regelrecht ein höhenmeter Junkie geworden. Es entsteht ein richtiger Ansporn die in weiter Ferne gesichteten Pilger einzuhollen.

Ich muss mich oftmals selbst an der Nase nehmen, nicht zu schnell zu laufen.

Beim Abendessen in Saint-Privat-d'Allier gab es die bekannten Linsen als Salat. Diese Linsen hängen mir langsam zum Hals raus.
Ich bevorzuge den grünen Salat als Vorspeise in Zukunft.

Am 17. April lief ich von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues.
Geplant war bis La Clauze jedoch war jede Unterkunft ausgebucht. Somit lief ich heute nur 17 Km was absolut unter dem Durchschnitt liegt. Das Wetter war jedoch genau richtig für meine Bralla.
Jetzt habe ich Zeit wieder einmal einen Artikel zu veröffentlichen.

Ich sehe in den Statistiken das sehr viele Mitlesen (20 Seitenaufrufe / Tag), jedoch meistens nur die IP Adresse hinterlassen wird.

Freue mich auf etwas Post zwischendurch.






Donnerstag, 12. April 2012

Grosse Unterschiede

Am 10. April liefen Gürry und ich nach Bourg-Argental. Das Wetter spielt mit uns. Kurz nach unserem eintreffen in der Unterkunft, fing es an fest zuregnen. Zum Glück kamen uns die beiden bekannten Taxipilger entgegen, sonst hätten wir die versteckte Unterkunft nicht gefunden. Hans und Ernst die wir fast jeden Abend wieder in der gleichen Unterkunft antreffen. Beide klagen seit Chanaz über ihre Blasen. Seither wird täglich ein grosser Teil der Strecke mit dem Taxi genommen. Was wir zwei uns bisher nicht erträumen liessen. Gut wir beide klagen von keinen Blasen und die allgemeinen Muskelschmerzen und kleinen Problemchen laufen, trinken und schlafen wir weg. Bald trennen sich unsere Wege, er hat seinen Rückflug bereits gebucht und kann sich keinen wanderfreien Tag gönnen. Ich möchte die Stadt Le Puy-en-Velay noch genauer betrachten und werde somit erst am Montag weiterlaufen.

Zurück zur Unterkunft in Bourg-Argental, wir reservierten einen Tag vorher die Plätze. Dort eingetroffen wurden wir erstmals von einem jungen Paar empfangen. Die wohl gerade erst ihre eigene Wohnung bezogen haben. Ein riesen Saustahl war es, die Heizung lief nicht richtig. Das Essen kam erst nach mehrmaligem Nachfragen. Zum Frühstück gab es ausgetrocknetes Brot, sehr unapettitliche Butter und Konfitüre. Zum trinken gab es einen halb leeren Beutel Orangensaft und etwas Milch dazu. Den Bereitgestellten Wasserkocher für Tee funktionierte nichtlange. Der Strom viel aus und somit gab es keinen Tee. Dieser Spass kostete mich 45 Euro.

Am 11. April liefen wir von Bourg-Argental hungrig weiter Richtung Les Sétoux. Wir genehmigten uns vorgängig zum Frühstück ein richtig grosses Sandwich.

Als wir in Les Sétoux ankamen wusste das ganze Dorf bereits bescheid das wir zwei hier Reserviert haben. Nun gut bei 40 Einwohner fällt das auch nicht schwer. Wir wurden sehr gastfreundlich behandelt, das Abendessen war köstlich. Wie immer gab es dann auch noch die Käseplatte zum Dessert. Zusätzlich noch ein Fruchtsalat.
Das Frühstück war hergöttlich, leckere selbstgemachte Konfitüren (Erdbeeren, Aprikosen, Himbeeren und Brombeeren) dazu frisches Brot und zum trinken gab es guten Kaffee und sehr fruchthaltigen Aprikosensaft. Dieser sehr angenehme und kõstliche Spass kostete mich nur 33 Euro. Diese Gîte d'etape Le Combalou kann ich herzlichst empfehlen.

Am 12. April ging es weiter von Les Sétoux nach Tence. Hier sitz ich nun und schreibe aus einer ehemaligen Papierfabrik aus dem Jahre 1645. Diese wurde umgebaut und ist nun eine grosse Unterkunft.
Leider hat es nur kaltes Wasser zum Duschen brrrr...

Meine Bralla ist natürlich immer dabei siehe Fotos.








Montag, 9. April 2012

Liberté, égalité, fraternité

Eines muss einmal gesagt sein, die Ausdrücke Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit werden in Frankreich hochgelobt und gelebt.
Ich hab in meinem Leben noch nie so viel Hundescheisse gesehen, wie in Frankreich scheinbar vorhanden ist. Es scheint als ob jeder Franzose ein Hundebesitzer ist.
Ich überlege mir bereits ob ein Projekt wie in der Schweiz mit den Hundescheissesäcke funktionieren würde.
Vermutlich wurde das bereits versucht und wieder fallen gelassen.
Aufgrund von finanziellem Engpass oder stirnköpfigem freiheitsliebenden Franzosen, die sich nicht umerziehen lassen. Desweiteren das die Franzosen gerne trinken ist jedem Munde bekannt. Das jedoch bereits um 8 Uhr in der Früh das typische französische Lakritze Likör Getränk konsumiert wird, machte mich etwas stutzig. Ich konnte mit eigenen Augen durch meine Bralla sehen, wie die älteren Herren am frühen Nachmittag betrunken nach Hause fuhren.
Hier wird das mit der Promilegrenze wohl etwas flüssiger genommen.

Am 5. April lief ich nach Saint-Genix, dieselbe Pilgergruppe traf sich erneut am Abend im gemeinsamen Hotel Au Coq en Velours. Ein sehr schön und nobles Hotel das für uns schmutzfinke ein absoluter Luxus war.

Am 6. April ging es weiter Richtung Le Pin. Ich lauf seit Beaumont noch immer mit Gürry dem älteren Herrn der aus Ungarn stammt, jedoch seit über 50 Jahren in der Schweiz lebt. Wir verstehen uns absolut super. Er hat mir bereits sehr viel von seinem Leben erzählt, interessiert höre ich zu und lerne immer wieder etwas neues. Ich weiss mittlerweile das er keine Enkelkinder hat, spühre jedoch das es für ihn eine freude gewesen wäre. Er wäre definitiv ein guter Grossvater geworden. Vermutlich geniesst er diese Zeit mit mir, wie ich sie mit ihm unterwegs geniesse. Die Unterkunft in der nähe von Le Pin war sehr angenehm. Wir kamen bei einer Bauernfamilie unter, die uns herzlichst und freundlich empfang hat. Zum Abendessen gab es eine Gemüsesuppe, Fischauflauf mit Reis, eine köstliche Käseplatte und zum Dessert gab es noch eingemachte Äpfel mit Kürbiskonfitüre.
Ich hatte bis anhin noch nie Kürbiskonfitüre, sofort erkundigte ich mich nach dem Rezept. Sie enthält Orangen und Zitrone sowie etwas Zucker. Dies werde ich bei der nächsten Kürbisernte berücksichtigen, weil Tagelang Kürbissuppe auch nicht das Wahre ist.

Am 7. April liefen wir ohne spezielle Ereignise nach La Côte-Saint-André.

Am 8. April liefen wir eine gemächliche Etappe von 22 Km nach Revel-Tourdan. In der Herberge angekommen assen wir wieder herrlichen Fisch und zum Dessert eine Käseplatte.
Als die müden Pilger bereits im Bett waren, war ich bis spät in die Nacht mit 3 Franzosen bereits von der Bartheke in die Küche der Herberge verschwunden. Wir tranken und philosophierten über alles mögliche. Das ganze war natürlich hauptsächlich auf Französsisch mit etwas wenig englischem Beigeschmack. Es war ein lustiger Abend und wieder habe ich neue Gesellen getroffen mit denen ich mich blendend Verstand. Bemerkung an meine Freunde: Wir fahren einmal für ein Wochenende dorthin!


Am 9. April ging es bei angenehmem Wetter nach  Clonas sur Varèze. Wo ich nun sitze und schreibe.

Mittwoch, 4. April 2012

Über die Grenze

Am Freitag 30. März bin ich in Genf angekommen.
Ich gönnte mir am Samstag ein Erholungstag in Genf.
Natürlich war meine super Sonnenbrille Bralla mit dabei.
Das Essen war einfach köstlich beim Italiener.
Am 1. April ging es erholt weiter über die Landesgrenze Richtung Beaumont. Nach 11 Tagen traf ich zum Erstenmal Pilger/innen.
Wir waren am Abend 8 Pilger /innen und wurden von Anne der Besitzerin der Herbege gut versorgt.
Es gab Salat und Spaghetti mit Bolognessauce, obwohl ich die Tomate in der Bolognese vermisst habe, war es trotzdem ein gutes Essen. Dazu gab es einen sehr guten regionalen Wein.
Ich schlief nicht besonders gut, aufgrund von noch grösseren Holzfällern, als ich es teilweise bin.
Am 2. April lief ich von Beaumont nach Frangy.
Ich lernte Gürry kennen, ein sehr freundlicher und Interesannter Mensch. Er ist mit seinem stattlichem Alter von 72 Jahren eine absolute Sportskanonne.
Als wir am nächsten Tag bei der Herberge rausliefen sprang ein Hund
über den Zaun und lief mit uns mit. Ich konnte es nicht glauben aber dieser Hund wäre mit uns ohne Probleme bis nach Frangy gefolgt. Vermutlich sogar weiter. Als wir in Cernex ankamen und dieser liebe, verspielte und wirkliche schöne Hund noch immer mit uns mitlief, traffen Gürry und ich einen Gemeindearbeiter von Cernex an.
Ich erklärte auf Französsisch das dieser Hund uns von Beaumont an begleitet hat und wir nicht wissen wem er gehört. Er nahm sich den Hund rief bei der entsprechenden Stelle an. Ich hoffe der Hund hat seinen Platz wieder gefunden. Dieser treue Begleiter war wie ein wundersames Zeichen. Er hatte zwei verschiedene Augenfarben. Das eine war braun das andere war blau wie von einem Husky.
In Frangy angekommen wurde extra für die angekommenden Pilger gekocht. Man muss wissen das am Montag alles geschlossen ist. Mittlerweile versteh ich warum alles Geschlossen ist, bei so geringen Arbeitsstunden in der Woche. ;-)

Die Etappe von Frangy auf Chanaz am 3. April lief ich weiterhin mit Gürry. Es war für mich keine leichte Sache die 37 Leistungskilometer mit meinem schweren Rucksack zu meistern. Ich musste jedoch feststellen das wenn Gürry mit seinem Alter dies meistert, kann ich doch dass auch schaffen.
In Chanaz angekommen fanden wir rasch ein Zimmer, das aber seinen Preis nicht Wert war.
Am 4. April lief ich noch immer mit Gürry von Chanaz nach Yenne.
Es war ein kurzes Stück 17 Kilometer.
Ich merke mittlerweile das ich keine grossen Probleme mehr habe auf Französsisch zu kommunizieren. Es macht bereits richtig Spass.

Ich stelle auch fest das es gar nicht so einfach ist ein Internetzugang zu finden. Ich konnte noch keinen Computer ausfindig machen um Fotos hochzuladen. Es gelang mir auch noch nicht ein Telefon in Frankrreich zu kaufen, also momentan noch auf der alten Nummer erreichbar.
Bilder folgen...