Am 31. Mai lief ich etwa um 9 Uhr aus Burgos raus, das Wetter war so erdrückend heiss das ich nur bis Rabé de las Calzades lief.
Am 1. Juni lief ich bereits um 6 Uhr los. Ich kam dann auch frühzeitig in Castrojeriz an. Da sah ich dann meine bekannten und lieben Freunde Regina und Michael.
Am 2. Juni ging es um 5 Uhr los über den Alto de Mostelares, ein kleiner Hügel auf dem man sehr weit in die Ferne sieht. Die Sonnenaufgänge in der ausgedehnten Landschaft sind sehr angenehm. Ich kam wie geplant vor der Mittagszeit in Frómista an.
Am 3. Juni verabschiedete ich mich von Regina und Michael, sie nahmen am folge Tag den Bus nach León. Ich versprach jedoch, dass man sich spätestens in Santiago wieder sieht. Ich hatte vorgängig Michael erzählt das ich mir so einen Seidenschlafsack kaufen möchte, sobald ich einen im Sportgeschäft finde. Da bot mir Michael seinen an, denn ich zögerlich annahm. Besten Dank nochmals Michael, du bist ein toller Kerl. Ich wünsche dir für deine Zukunft, den gewünschten Erfolg, viel Glück und Gesundheit. Der Regina gilt auch ein besonderer Dank hat sie mich doch gepflegt wie eine Mutti. Meine 2 Bettwanzen bisse sind noch zu sehen aber deine Creme half schon sehr zur Heilung bei. Liebe Regina dir wünsche ich auch alles gute, viel Glück und Gesundheit. Die Etappe war bis nach Carrión de los Condes geplant. Bei einer guten Flasche Rioja Reserva feierten wir den Abschied. Das Abendessen war dagegen leider nicht sehr toll. Ich weiss ja nicht ob das normal ist aber seit wann ist man in Spanien Krevetten mit dem Darm? Ich habe mal beim Cousin von meinem Spanischem Kollege gelernt wie man den Darm entfernt.
Am 4. Juni lief ich um 5 Uhr Richtung Sahagún.
Nach 40 Kilometer war ich dann auch froh ein gutes Zimmer zu erhalten. Für 25 Euro übernachtete ich als Pilger in einem 4 Sterne Hotel. Meine Brille Bralla war auch begeistert vom Zimmer.
Am 5. Juni lief ich gemütlich nach El Burgo Ranero.
Ein kleines und unbedeutendes Dorf, das leider keine Feinkost anbot. Der Service lässt auch zu wünschen übrig, langsam habe ich das Gefühl die Spanier Essen nur zu Hause richtig gut. Eventuell sind die ganzen Restaurant auf den Pilgerdurchlauf getrimmt das sie Kosten beim Koch einsparen. Manchmal würde ich gerne mit dem Teller in die Küche rennen und dem Koch das unter die Nase halten, um es dann selber besser zu machen.
Zum guten Glück war der Wein bis jetzt umso besser.
Wo bleibt die Liebe zum Kochen? Ich mag keine Schuhsohlen essen.
Ich freue mich bereits wieder auf die gewohnte Kochkunst meiner Mutter.
Am 6. Juni ging es nach León eine riesen Stadt.
Hier werde ich einen ganzen Tag ruhen und meinen Füssen etwas Luft geben. Ich mache mir seit längerem Gedanken was ich nach meiner Rückkehr arbeiten möchte.
Es hat sich ein Gedanke im Kopf festgesetzt, eine Zeit lang bei einem Winzer im französsischen Teil der Schweiz zu arbeiten. Die Kunst der Winzerei kennen lernen. Ein weiterer Gedanke ist seit längerer Zeit im Kopf und den werd ich auch umsetzen, die Kunst der Imkerei erlernen.
Die Natur hat mir auf diesem Weg so viele schöne Eindrücke hinterlassen. Das ich etwas zurück geben möchte.
Wer das geistige Auge weit geöffnet hat, sieht in jedem Menschen, jeder Pflanze, jedem Tier und Insekt die schöne Schöpfung.
Lieber David
AntwortenLöschenDu siehst schon "echli müed" aus auf den Fotos... ist ja auch nicht verwunderlich, gell. Hoffentlich liest deine Mutter deinen letzten Blog-Beitrag :).
Beim Lesen deiner Worte über die Schöpfung kam mir ganz spontan ein Poesie-Album-Beitrag meiner Handarbeitslehrerin in den Sinn. Uebrigens einer der Wenigen, welchen ich nie vergessen werde. (Deine Generation kennt ja vielleicht das Poesie-Album-Brauchtum gar nicht mehr; heute nennen es die Kinder "Freunde-Buch") Also da steht, geschrieben vor ziemlich genau 40 Jahren: "Die Welt ist wunderbar für ein Paar wohlgeöffnete Augen". Daneben eine eindrückliche Bleistiftzeichnung eines Hirten, bzw. Flötisten. Den Gedanken, dass die Tochter dieser von mir geschätzten Lehrerein im NR sitzt und so gar nicht meine Weltanschauung vertritt, verdränge ich nun bewusst ins Abseits....
David, weiterhin alles alles Gute auf deinen immer weniger werdenden Etappen! Bis bald und liebe Grüsse
Elisabeth
Lieber David
AntwortenLöschenIch wollte Dir schon lange schreiben um Dir zu sagen wie sehr ich dich bewundere und Stolz auf dich bin,dass
Du diesen langen Weg auf dich genommen hast und ihn auch schaffen wirst.Deine beruflichen Gedanken für die Zukunft finde ich sehr interessant,denn ich finde es auch sehr entspannend und spannend im Garten zu arbeiten . Zu sehen wie alles wächst und gedeiht.Es gibt ein wunderschönes Sprichwort ,dass ich gerne mit der Arbeit in und mit der Natur verbinde:Wenn wir eine Blume betrachten , können wir in ihr den gesamten Kosmos sehen.
Auf deinem immer kürzeren werdenden Weg wünsche ich Dir angenehmes Wetter ,noch mehr interessante Leute mit denen du philosophiren kannst . ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Dir bei einem feinem Nachtessen und einem Glas Wein bei uns zuhause im Lerchenfeld.
Yvonne